25. November 2008

Vorwort Band 6

Kategorie: Lyrik (BAND 6) Küss mich und stirb — rubinblut @ 18:03

Entstanden im Jahre 2007. Mir scheint, dass Erato sich einige Male bei mir hat blicken lassen in dieser Zeit. Die etwas ‘humorvolleren’ Gedichte beeinhalten jedoch zum größten Teil eine ernstgemeinte Kritik. Es ging nicht darum, etwas neues zu schaffen oder einen Stil zu ändern, ich schreibe nicht geplant, dass was da ist, ist da und je nach Verfassung, tritt ein Teil manchmal mehr in den Vordergrund als der andere.

Das Marmorhaus

Kategorie: Lyrik (BAND 6) Küss mich und stirb — rubinblut @ 16:40

Es stand so halb im Buchenhain

Ein Haus verziert mit Marmorstein

Der Stein strahlte mehr Wärme aus

Als manch ein Mensch in diesem Haus

Die Treppen aus Marmor, ein schönes Bild

Der Garten mit Bäumen, dass Unkraut wuchs wild

Niemand konnte das Leid dort zähmen

Nur leere Worte, die schmerzen und lähmen

Die Straße so düster, die Sterne so klar

Wenn man des Nachts aus dem Fenster sah

Und man an diesem unglückseligen Ort

Sich einfach nur wünschte, man wäre weit fort

Die Schaukel am Schuppen fürs Holz angebracht

Hielt ewig, als wenn sie den Schuppen bewacht

Schon halb in dem Wald, mit all seinen Bäumen

Gab platz fürs allein sein, von besserem träumen

‚Oh seht doch, wie schön’, sprach manch einer aus

Wenn  Blicke schweiften ums marmorne Haus

Vielleicht wollte keiner das Innere sehen

Denn in der Mitte, da war es nicht schön

Die Stille ums Haus ist seit Jahren geblieben

Nun leben dort Menschen, die wirklich sich lieben

Nur legt man sein Ohr an das Haus mit den Steinen

So ist’s, als hört man die Kinder noch weinen

Küss mich und stirb

Kategorie: Lyrik (BAND 6) Küss mich und stirb — rubinblut @ 16:37

Küss mich und stirb

Mein Freund

Küss mich und stirb

Bis die Sonne weint

Mein Freund

Küss mich und stirb

Mein Freund

Küss mich und stirb

Sind nicht vereint

Mein Freund

Küss mich und stirb

Mein Freund

Küss mich und stirb

Bist wohl ein Feind

Mein Freund

Küss mich und stirb

Mein Freund

Küss mich und stirb

Die Sonne mir scheint

Mein Freund

Der Bach

Kategorie: Lyrik (BAND 6) Küss mich und stirb — rubinblut @ 16:34

Silber glitzernd bahnt sich

Der Bach

Mutiert zum Fluß

Der Bach

Und stirbt als Meer

Einem Meer der Tränen

Der Bach

Voller roter Tränen

Der Bach

Mutiert zum Wasserfall

Als wären Tränen Blut

Der Bach

Glitzert silbern und rot

Der Bach

Versiegt

Gedanken am Morgen

Kategorie: Lyrik (BAND 6) Küss mich und stirb — rubinblut @ 16:32

Ein verklärter Blick hinaus

Über Hecken und Wiesen

Blicke aus einem stillem Haus

Blicke aus Häusern wie diesen

Sonne, die durch die Wolken bricht

Durch Fenster, Türen und Zimmer

Räume in denen es selten Licht

Räume, wie ewig und immer

Vogelgesang mit dem Wind verklingt

Weit hinaus, in doch jede Richtung

Wind, der alle Töne verschlingt

Wind, der Neues bringt und Vernichtung

Menschen, die langsam müde erwachen

Alle mit Kummer und Sorgen

Kummer, ohne jegliches Lachen

Kummer, an diesem Morgen

Ein kleiner Gedanke kämpft sich frei

Zieht allein mit den Träumen fort

Träume, in denen es einerlei

Träume, vom besseren Ort

Ich bleib so

Kategorie: Lyrik (BAND 6) Küss mich und stirb — rubinblut @ 16:29

Manche Leute, die sich schmücken

Mit Toleranz die Welt beglücken

Sollten in den Spiegel sehn

Bevor sie Worte neu verdrehn’

Ich bin ich, so werd ich bleiben

Belustigt meine Hände reiben

Toleranz ist wirklich toll

Wenn man nur funktionieren soll

Da gibt es Wörter, wirklich klar

Ich meine wohl: L-M-A-A

Einfach Mensch und nicht Maschine

Zum bösen Spiel die gute Miene?

Symphatiegeheuchel in der Welt

Ich bleib so, wie’s mir gefällt

Mit Herz und Kanten, Ecken

Kein Grund sich ängstlich zu verstecken

Toleranz muß sich nicht profilieren

Den Menschen stets zu kritisieren

Denn Mensch sein, heißt auch menschlich sein

Selbst Fehlverhalten schließt es ein

Man sollte sich die Freiheit gönnen

Mal anders sein zu können

Als die Andren es erwarten

Ganz krass muß es ja nicht entarten

Mit Toleranz und Ehrlichkeit

Klappt’s einsam, dreisam und zu zweit

Es sollte einfach ehrlich sein

Sonst ist man schließlich ganz allein.

Wilde Triebe

Kategorie: Lyrik (BAND 6) Küss mich und stirb — rubinblut @ 16:26

Wilde Triebe im Urwald der Seelen

Mit wenig Raum im Garten des Lebens

Die Triebe, die unser Dasein quälen

Kann sie nicht schneiden, wäre vergebens.

Denn Triebe treiben die Hoffnung voran

Und Sehnsucht erwächst aus den Blüten

Weil man sich nicht selber beschneiden kann

Wenn wilde Gedanken wüten.

Die Wünsche wollen ein sauberes Beet

Voll Rosen mit unspitzen Dornen

Doch in jedem Garten Unkraut steht

Mit wilden Trieben, verworrnen’.

Möchte täglich die Triebe schneiden

Sich selbst ein Gärtner sein

Und sich am rosenrote weiden

Wär schön, könnt es so sein.

Lässt man einmal das Unkraut gedeihen

Und seiner Seele den Lauf

Möcht man vor Glück den Garten beschrein

Die Blüte des Herzens ging auf

Die eine Blüte, so schön und so frei

Wenn wir unser Unkraut wohl sehn’

Das Denken der Andern wär einerlei

Wenn wir zu den Trieben stehen.

Sagen Sie nicht, niemand hätte Sie gewarnt! (Was Bibel, Busch, Roth, Kästner und Nietzsche schon lange wußten…)

Kategorie: Lyrik (BAND 6) Küss mich und stirb — rubinblut @ 16:22

1,2,3 im Sauseschritt

Schrieb Wilhelm Busch, ich las es mit.

Wenn Du zum Weibe gehst, vergiß die Peitsche nicht!

Sprach Nietzsche und war auch nicht dicht.

Denn in der Bibel steht geschrieben:

Du sollst auch deine Feinde lieben.

So schwinden oft die klugen Worte

Wie Eugen Roth`s Geburtstagstorte.

Und Erich Kästner’s Klassefrauen

Die kann man ohne Wort verhauen.

Guckt man sich die Frommen an

Wie man bei Wilhelm lesen kann.

Wenn’s Lenchen kippet, eins, zwei, drei

Und säuft sich das Gehirn zu Brei.

Selbst auf Buschen’s Lenchen Bildern

Ne lange Dürre ist zu schildern.

Im Testament, im glaub im Alten

Ließ Gott schon “DIESE” für sich walten.

Darüber sollt man sich bedenken

Anstatt nur Torten zu verschenken!

Ein Mensch, der auch ein Unmensch ist:

Ist der, beim Weib die Peitsch vergißt.

Und über große Dichter dichtet

Wofür man ist nicht eingerichtet.

Wenn du zum Weibe gehst, vergiß die Peitsche nicht!

Sprach Nietzsche und er hatte Recht.

Denn was uns diese Worte lehren

Ein Weib braucht man nur zum vermehren.

Nun ist der Schaden angerichtet

Geklautes wurd hier zu Nonsens verdichtet

Und die Moral des Gedichtes vernichtet

Denn dafür wurde ich eingerichtet….

Sage ich in allen Ehren

Ich tauge nicht, mich zu vermehren….

Ich

Kategorie: Lyrik (BAND 6) Küss mich und stirb — rubinblut @ 16:20

Wenn der Regen fällt

Auf meine Seele

Wenn der Donner hallt

Einsamkeit wütet

Mein Königreich

Das gab es nie

Die Welt, die Liebe, die ich bräuchte

Sie verwüstet meine Träume

Halt mich

Gib mir

Wie ich Dir geben würde

Mein Herz im Blut

Fang mich

Rette mich

Im Gewitter dieses Lebens

Was ich nie wollte

Halt mich

Weil ich mich selbst nicht halten kann.

Unstet

Kategorie: Lyrik (BAND 6) Küss mich und stirb — rubinblut @ 16:16

Die Unrast treibt mich oft voran

Ich wäre gern zu Haus

Ich weile zwar mal dann und wann

Doch treibt’s mich wieder raus

Die Sehnsucht plagt mich jeden Tag

Wo finde ich ein Heim?

‚Ich hab doch eins’, was ich mir sag

Nur passe ich dort rein?

Habe alles und auch nicht

Ich frage mich warum?

Die Sehnsucht mir mein Herz zerbricht

Das ist unheimlich dumm