23. Mai 2010

Eine Identität in Deutschland

Kategorie: Allgemein — rubinblut @ 00:45

Nichts was ich mache, ändert etwas daran, dass ich sterben werde. Auch nicht, wenn ich es mir einbilde. Auch nicht, wenn es mir Angst macht.

Die Angst, die ich heute habe ist nur die, dass ich nicht mehr erleben kann, was ich aufholen möchte. Und es gibt vieles, was ich nachholen möchte, weil ich mir wünsche, dass das, was ich bis heute erlebt habe nicht alles war.

Und ich habe Angst vor Schmerz, innerlich wie äußerlich.
Die Angst in Schmerz zu sterben und am Leid zu zerbrechen.

Gibt es mehr als das Haushalten von Energien? Gibt es mehr als integrierte Muster und den Kampf gegen alte Verhaltensweisen?
Wenn ich es wüsste…

Trotz dieser Gedanken ist es Tag für Tag ein haushalten von Energien, so frustierend es auch wie ein Echo an die Wände meines Denkens schlägt.
Und wiederhallt.
Ein Gedanke der fortlaufend an die Begrenzungen meines Wissenstandes hämmert.

Peng.

Dann wieder und wieder das Gefühl, dass mich dieses Echo in den Wahnsinn treibt. Kein Weg zurück!

Ambivalenz.
Zurück will ich nicht.

Ambivalenz.
Ich habe meinen Weg gefunden und morgen verstehe ich den alten Pfad besser und kann ihm wieder etwas Positives abgewinnen?

Es schreit und schweigt, es schlägt um sich und klammert.

Wo ist der Halt, wenn der Gedanke über den gewonnenen Halt wieder alles über den Haufen wirft? Wo ist der Halt, wenn man sieht, dass es im Außen zerbricht über die Menschlichkeit an sich?
Wenn das Wissen, die Erkenntnis über den Glauben, über den Glauben siegt?

Was bleibt? Wann hört es auf?
Wenn man glaubt und fühlt sich gefunden zu haben?

Und jetzt, in diesem Moment, zerschlägt das Echo der Gedanken die eingemauerte Granitwand des Wissens und Fühlens, was vielleicht nur einen kurzen Augenblick die Wahrheit zu sein schien.