Tiere hinter Gittern haben traurige Augen. Nur wohin mit ihnen, wenn das Un-Tier Mensch sie ausrottet? Wenn der Erlös der Besichtigung trauriger Augen an die Arterhaltung geht, ist man dann Symphatisant der Käfighaltung?
Ein schweres Erbe, wenn man keine Lösung hat.
Ich habe auf jeden Fall keine.
Castor, auf jeden Fall bin ich Symphatisant von den Aktivisten, aber mein Protest ist ein anderer, alldieweil ich ein schlechter Aktivist in der Form wäre. Viele Fragen werfen sich auf. Ziemlich tiefe sogar. Mehr als für einen Blog Eintrag, mehr als für ein Menschenleben, aber weniger als für die Dummheit der Menschen als Ganzes.
Trotzdem hat es mich erheitert, dass die Bullen fast ihren Bus im Wasser versenkt hätten unter einer waldigen Zugbrücke, weil das sinnlose Navi einen Mitten durch den unpassierbaren Waldweg gelenkt hat. Ich vermute, dass sie diese Erklärung nicht geglaubt haben und wenn ich ein Dixi Klo dabei gehabt hätte, hätte ich mich sicherlich an die Schienen gekettet und die dummen Steuerzahler ausgelacht, die solche Einsätze finanzieren.
Was für ein Fiasko, wenn man sich später abends im Tv die Wohlstandslügen von Echsenauge Miley Zirkus ansieht, welche behauptet, dass die Fans an erster Stelle stehen und dann das Geschenk eines treu ergebenen Fans einfach liegen lässt.
Tja, wie sollen wir die Welt retten, wenn wir es nicht gelernt haben, uns selbst zu retten? Ich lege grade keinen Wert darauf, besonders ironisch zu schreiben, wahrscheinlich liegt es an der Resignation, die viele Jahrhunderte auf mich abgefärbt hat. Nicht nur in den großen Weltanschauungen, auch in den kleinen. Im Kapitalismus bleibt nichts übrig. Wir kriegen uns selbst nicht hin, also kriegen wir die Welt nicht hin. Aber wir können so tun als ob, in der Bildzeitungsweise. Wir können behaupten, dass wir die Welt verändern und sie verbessern, während wir nicht einmal in der Lage sind menschlich zu sein. Wir können uns einreden, Weltverbesserer zu sein. Ich bin keiner. Mir bleibt nur übrig, dass zu tun, was ich kann und aushalte. Es gibt keinen Prinzen auf dem weißen Roß, der die holde Maid rettet. Es gibt niemanden, der die Welt rettet. Es gibt nicht einmal jemanden, der die Lösung für das Zwischenmenschliche parat hat. Aber es gibt die Möglichkeit, sich von den Pauschalmedien blenden zu lassen, die große Lebenslüge zu glauben- und das alles-solange wir in in einem Land leben, in dem die Menschen auf hohem Niveau jammern-ohne zu begreifen, wie gut es ihnen geht-im Gegensatz zu anderen, einfach zu schlucken.
Nichts was ich mache, ändert etwas daran, dass ich sterben werde. Auch nicht, wenn ich es mir einbilde. Auch nicht, wenn es mir Angst macht.
Die Angst, die ich heute habe ist nur die, dass ich nicht mehr erleben kann, was ich aufholen möchte. Und es gibt vieles, was ich nachholen möchte, weil ich mir wünsche, dass das, was ich bis heute erlebt habe nicht alles war.
Und ich habe Angst vor Schmerz, innerlich wie äußerlich.
Die Angst in Schmerz zu sterben und am Leid zu zerbrechen.
Gibt es mehr als das Haushalten von Energien? Gibt es mehr als integrierte Muster und den Kampf gegen alte Verhaltensweisen?
Wenn ich es wüsste…
Trotz dieser Gedanken ist es Tag für Tag ein haushalten von Energien, so frustierend es auch wie ein Echo an die Wände meines Denkens schlägt.
Und wiederhallt.
Ein Gedanke der fortlaufend an die Begrenzungen meines Wissenstandes hämmert.
Peng.
Dann wieder und wieder das Gefühl, dass mich dieses Echo in den Wahnsinn treibt. Kein Weg zurück!
Ambivalenz.
Zurück will ich nicht.
Ambivalenz.
Ich habe meinen Weg gefunden und morgen verstehe ich den alten Pfad besser und kann ihm wieder etwas Positives abgewinnen?
Es schreit und schweigt, es schlägt um sich und klammert.
Wo ist der Halt, wenn der Gedanke über den gewonnenen Halt wieder alles über den Haufen wirft? Wo ist der Halt, wenn man sieht, dass es im Außen zerbricht über die Menschlichkeit an sich?
Wenn das Wissen, die Erkenntnis über den Glauben, über den Glauben siegt?
Was bleibt? Wann hört es auf?
Wenn man glaubt und fühlt sich gefunden zu haben?
Und jetzt, in diesem Moment, zerschlägt das Echo der Gedanken die eingemauerte Granitwand des Wissens und Fühlens, was vielleicht nur einen kurzen Augenblick die Wahrheit zu sein schien.
Ich frage mich, welchen Sinn es macht, harmlose Blogs mit Werbung zu verseuchen. Wenn’s mal ein-zwei-drei sind, aber 79 oder gar 90? Mir bleibt also nichts anderes übrig, als die Kommentar-Funktion auf registrieren zu stellen. Wenn also jemand was schreiben möchte, muss er sich erst registrieren. Schade, ich find das total doof. Aber: Los, registriert euch, dass wäre spamtastisch……….
Manchmal werde ich nachts wach, mit dem Bedürfnis zu schreien und dem Gefühl, mir sitzt ein Nachtmahr auf der Brust, der mir durch sein Tonnen schweres Gewicht die Rippen Stück für Stück zerplittern lässt. Nur mit zusammengequetschten Lungen kann man nicht schreien.
Es bleiben rasende Gedanken, Gedanken der Flucht. Flucht vom Mensch sein müssen.
Flucht vor der Heuchelei und pseudomoralischen Werten. Es wird ambivalent, denn niemand wird niemals nicht Mensch sein können, der als solcher geboren wurde.
Niemand.
Und niemand hat das Recht, andere Menschen zu verurteilen, mögen sie noch so oberflächlich sein.
Allerdings wirkt es wie eine Farce auf mich, wenn Menschen ihr Glück in äußeren Werten suchen oder glauben im Materialismus zu finden. Da ich selber früher nie glücklich war und es zu diesen Zeiten auch nichts gab, was mich hätte glücklich machen können, war mir relativ früh bewusst, dass manche Dinge einfach scheißegal sind…Das finde ich heute auch noch, ich finde es gibt so viele Dinge die sowas von scheißegal und unwichtig sind, dass es mich anwidert.
Und trotzdem glauben die Menschen, ihr Glück darin zu finden, oder sie verschanzen sich hinter ihren Fernsehern und sterben als kopfgefickte Marionetten. Mich macht das nur wütend, arrogant will ich nicht sein und schon gar nicht besser, oder jemanden verurteilen. Aber wütend will ich sein. Wütend auf den Scheiß, der über Jahnunderte von Generation zu Generation vermittelt wurde. Es gibt Streit, Krieg und Leid, was es nicht geben müsste. Weil man mit sich selbst nicht im Reinen ist. Was es bedeutet mit sich ins Reine zu kommen, wer weiß das schon? Aber das der Weg dort hin auch mit Schmerz verbunden ist, dass gehört dazu. Meines erachtens, jedenfalls wenn man zu den Menschen gehört, die ich meine. Nämliche jene, die keine Glückskinder waren. Davon gibt es jedoch auch welche und eine weise Frau sagte mir mal, dass diese Menschen ganz andere Aufgaben zu bewältigen hätten. Manchmal widert es mich sogar an, dass ich den Drang habe, darüber zu schreiben. Vor 10 Jahren hätte ich mich wohl ansatzweise verstanden, aber nie begriffen, wie denn auch?
Ich wäre gerne wütend, ehrlich. Aber irgendwie funktioniert es nicht. Seitdem ich weiß, warum ich ich bin, könnte ich niemanden jemals mehr für mein Verhalten verantwortlich machen. Weil ich weiß…
Sich seiner Eigenverantwortung bewusst sein, für mich war es der schwierigste Teil, dass zu begreifen. Vielleicht sind andere da schneller. Wirkliche Eigenverantwortung heißt Reife. Jedenfalls sind wissen und begreifen zwei paar Schuhe und Wissen und Umsetzung ein ganzer Schuhladen.
Ich muss nicht trinken, um die Welt oder meine Gefühle zu ertragen…Ich kann aber bewusst die Entscheidung treffen, eine Flasche Wein zu trinken, wenn mir die Welt zu viel wird. Es ist immer der Grad des Bewusstseins…Wenn-dann…Dann ist es meine Entscheidung und meine Verantwortung und die Konsequenzen trage ich alleine.
Eigentlich ist und wäre es ganz einfach, wenn sich jeder dessen bewusst wäre, oder es ein Schulfach für so etwas gäbe. Das wäre wichtig. Das Prinzip wäre einfach. Immer bei sich selbst bleiben, was für ein schöner Satz. Entwicklung bedeutet bei sich selbst zu sein, dort hinzugucken, dort zu verändern, auch wenn es weh tut. Und zu verzeihen. Sich selbst zu verzeihen und vielleicht auch anderen, die nicht in der Lage waren, bei sich zu sein. Was nützt Geld, Ausbildung und gutes Ansehen, wenn man ein inkompetenter emotionaler Krüppel ist, zerfressen von Ängsten, Magengeschwüren und Liebesmangel?
Wenn man sich selbst nicht liebt, kann man auch niemand anderen lieben. Und die Liebe für sich selbst findet man nur in sich, nie im Materialismus.
Wenn man beginnt sich selbst zu lieben, wird es leichter. Als Kind habe ich Bäume geliebt, was ich heute noch tu. Ich liebte Tiere. Menschen waren mir zuwider, dass hatte Gründe. Heute ist es anders, es gibt Menschen, die ich liebe. Es gibt menschliche Züge, die ich liebe und ich weiß, dass es Güte gibt. Ich mag es emotional zu sein und zu weinen, wenn mich etwas berührt. Manchmal mag ich es sogar ein Mensch zu sein. Aber manchmal, genau dann, wenn mir mein eigenes Menschsein bewusst wird, dann gibt es auch Tage an denen mir Menschen zuwider sind. Nachts, wenn ich schreien möchte und nicht kann, weil ich ein Mensch bin.
Also ich bin ja für das Positive und da ich selbst bis heute morgen nicht beantworten konnte, wie alt ich mit 30 war, macht es mich dennoch ärgerlich, dass ich von dem Pc aus an dem ich nun sitze, keine vernünftige Ansicht auf meinen Blog habe, alles ist durcheinander und mich deucht, es liegt am Interdreck-explorer…
Alles wird anders!!!! Bevor ich weiter den Kampf mit den Tapeten aufnehme, hinterlasse ich hier ein paar Worte!
Dieses Jahr wird alles anders, warum?
Man braucht Jahre um festzustellen, dass man nicht aus einem Guss sein muß, um authentisch zu sein!
Man ist der, der man ist (oder die, whatever), dass bedeutet Akzeptanz.
Reporter:”Was machen Sie beruflich?” Rubinblut:”Hmm, bin eigentlich Sicherheitsfachkraft, habe früher in der Pflege gearbeitet….beim Steinmetz wollte ich eine Umschulung machen, aber der Meister starb…..!” Reporter:”So so, und da nehmen Sie sich einfach die Freiheit, auch noch zu denken?” Rubinblut: “Niemals, Authentizität und freies Gedankengut wird in dem meisten Fällen überbewertet!”
Was heißt hier eigentlich ‘eigentlich‘ ?
Ich bin ich, back to the roots, brauche ich einen Beruf um mich zu identifizieren, oder packe ich alle meine Skills zusammen und stelle fest, wer ich bin und was ich sein kann?
Aufstehen und umsetzen, mit den richtigen Menschen an der Seite und einer neu entdeckten Offenheit, lösen sich die Blockaden der Prägung.
Seyed bedankt ihr Idealisten, Freaks, Verrückten, Herzensmenschen, Kritiker, Unterstützer…einfach Freunde!!