19. Januar 2009

Vorwort zu Band 7

Kategorie: Lyrik (BAND 7) Ein Wiedersehen im Niemandsland — rubinblut @ 16:07

Entstanden ist der Band 07/08, die Veränderung mit dem Umzug in die Freakfarm ließ wieder Raum für gänzlich anderes Gedankengut. Dieses Gedankengut ward mir verloren einstmals, als ‘fucking’ Prägungsknecht ohne die Möglichkeit eines geistigen Austausches.

Aber alles in allem ist alles Bewegung…

Ein Wiedersehen im Niemandsland

Kategorie: Lyrik (BAND 7) Ein Wiedersehen im Niemandsland — rubinblut @ 16:02

Vergraben stand es wieder auf

Gefühle wechseln Farben

Das Alte fand den neuen Lauf

In Niemandslandes Narben.

Ein Henker steht mit einem Beil

An einer Tür und hämmert

Die Seel` zerbricht Gedankenheil

Weil`s abend ist und dämmert.

Es drängt hinaus aus jener Welt

Hinfort vom düstren Recken

Dem das Klopfen wohl gefällt

Man möchte sich verstecken.

Nur eine Flucht, selbst sehr verzagt

Wohin sie führen würde?

Zurück zum Anfang, altbetagt

Zu schwer die Last der Bürde.

Im Niemandsland ist alles gleich

Es nährt sich im verzehren

Von Menschenseelen, Menschenfleisch

Nicht einer kann sich wehren.

Im Farbenspiel und Seelenleid

Der Henker metzelt wild

Als ob die Zeit die Wunden heilt

Sagt “NEIN” das Spiegelbild.

Gedanken brechen, Seelen sterben

Im Niemandsland, was schien so fern

Die Hoffnung bricht in tausend Scherben

Als wollte man das gern.

Es fühlt sich etwas anders an

Vielleicht als noch vor Jahren

Weil manches sich verändern kann

Mit all seinen Gefahren.

Trotz Hoffnung gibt es keine Flucht

Der Schmerz ist von Bestand

Egal wie oft man es versucht

Es herrscht im Herz das Niemandsland.

SHOUT

Nur Sie

Kategorie: Lyrik (BAND 7) Ein Wiedersehen im Niemandsland — rubinblut @ 16:00

Ward es ihm fort geflohen

Das zart- bebende Gefühl

Wodurch der bitter- Lebende

Blieb Sehnsuchts- los und kühl

Es schien ihm weit (und lange her)

Das jemand seine Seele rührte

Mit ihm in Mondesnächten wandelte

Und dessen Hand mit Stolz er führte

Er sehnte sich zum Meer

An jenen Ort

Der still in der Erinnrung’ schlief

Und jedes einzge’ Wort (darüber)

Die tiefe Trauer zu ihm rief

Ihre erste Begegnung

Das zart- webende Gefühl

Zur Liebe erhebende

Was niemals zerfiel

Die Liebe, sie war ewger’ bestand

Nach vielen Jahren (doch nur für sie)

Selbst als ihre zart- bebende Hand

In seiner lag, als der Tod nach ihr rief

Es schien ihm weit (und lange her)

Das jemand seine Seele rührte

Mit ihm in Mondesnächten wandelte

Und dessen Hand mit Stolz er führte

Er sehnte sich zu ihr

Er hielt in Gedanken (an sie)

Ihre Hand sehr fest in der seinen

Gelöst von den Lebensleinen

Ihr folgend, mit bebend Gefühl

Das beide, im Tode vereinend

Sich endlich wieder fänden

Verließ er das Leben (nicht weinend)

Mit ihrem Bild in den Händen

Der Knecht (angelehnt an ‚Die schlesischen Weber’ H. Heine)

Kategorie: Lyrik (BAND 7) Ein Wiedersehen im Niemandsland — rubinblut @ 15:59

Ich bin der Knecht meiner Prägung

Gesellschaft, ich webe dein Leichentuch

Und zieh in Erwägung

Hinein zu weben den dreifachen Fluch

Das Streben nach Freiheit, geweiht

Dem Untergang, der doch nur ‚Leben’ schreit

Zu dieser Zeit

Nicht bereit,

Für alles Streben

Sei der Bewegung Raum zu geben

Wir streben, wir streben, wir streben

Nach wirklicher Freiheit im Leben

Wir streben, wir streben, wir streben

Der Prägung den Wert zu vergeben

Gesellschaft, ich webe Dein Leichentuch

Und webe hinein den dreifachen Fluch

Frühlingsgedanken mal anders II

Kategorie: Lyrik (BAND 7) Ein Wiedersehen im Niemandsland — rubinblut @ 15:57

Selbst der Asphalt, er birgt Oasen

An einem frühlingsschwangren Tag

Zwischen Steinen wächst gar Rasen

Die Sonne scheint, was ich so mag

Nur schmerzgedämpft

Im Herzen kämpft

Das IST

Was man als Mensch im Glück

Oft rasend schnell vergisst

Ein Mann mit einer grünen Mütze

Steht im Urin, in einer Pfütze

Und zittert früh an diesem Morgen

Zerfurcht von seinen bittren Sorgen

Er will nicht mal den Tod

Trotz seiner Not

Die Hose trieft, ist furchtbar nass

Hält nur die Flasche, nicht mehr Glas

Wie damals, als es einst begann

Den Schnaps

In seiner Hand

Setzt an (er stinkt)

Setzt an (er trinkt)

Und zittert

Der arme Mensch, er wird betrachtet

Von jedem Andren streng verachtet

Von Monstern

Verhüllt in einem größren Stück

Niemals wertgeschätztem Glück

In diesem Sonnenlichte

Denkt keiner mehr an die Geschichte

Die den Mann ins Unglück trieb

Ihm nur die Schmerzbetäubung blieb

An einem frühlingsschwangren Tag

Seh ich sich Monster küssen

Die Sonne scheint, was ich so mag

Verbleibe hier, zerissen

Kaugummi

Kategorie: Lyrik (BAND 7) Ein Wiedersehen im Niemandsland — rubinblut @ 15:56

>>Zieht sich wie Kaugummi,<<

Dachte sie…

Morgens vor 6

Wenn einsame Koffer

Mit diesen Rollen aus Plastik

Die Gehwegplatten weckten.

Um diese Jahreszeit,

Wo Frühling mit dem Winter kämpft

Und selbst die Vogelwelt gedämpft

Versinkt im müden Federkleid.

Morgens vor 6

Wenn einsame Gesichter

Mit diesen traurigen Augen

Sich selbst oder andere weckten.

>>Es ist zu früh,<<

Dachte sie….

Für trübe Gedanken und Sorgen

Die dieser trüben Wintersicht

Im grellen Neonlicht

Ganz unbewußt verborgen.

Morgens vor 6

Wenn drückende Dunkelheit

Mit monotoner Wiederkehr

Die Oberflächengesellschaft weckte.

>>Das wollte ich nie,<<

Dachte sie…

Und kochte den Kaffee wie immer.

Zwischen Rosen

Kategorie: Lyrik (BAND 7) Ein Wiedersehen im Niemandsland — rubinblut @ 15:53

Ein Engel schlief gebettet

Auf weißem Rosenblatt

Und sah so friedlich aus

Als gäb es zwischen Rosen

Doch keine Tränen mehr

An einem Ort der Stille

Mit Stein und Rosenblatt

Samt fahlen, leeren Augen

Die weinten lang nicht mehr

Als eine alte Taube

Zum sterben niederkam

Und ihre kranken Flügel

Des Fliegens müde waren

Traf ein leerer Blick

Der nicht mehr weinen konnte

Ein Kreuz aus Holz und Harz

Es schlief still eingebettet

In wildem Tannengrün

Und sah so friedlich aus

Als gäb es zwischen Tannen

Doch keine Tränen mehr

Da weinten Seelen Schuld

Sie legten Köpfe nieder

Und sahen so friedlich aus

Als gäb es zwischen Gräbern

Doch keine Tränen mehr

Armee der Heuchler

Kategorie: Lyrik (BAND 7) Ein Wiedersehen im Niemandsland — rubinblut @ 15:52

Neben

Dem was Leben

Sich schimpft

Neben

Dem was Liebe

Eigentlich bedeutet

Hab ich mich gefunden

In der Armee der Heuchler

Und steh somit allein

Könnte ich frei wie ein Kind sein

Könnte ich frei mit dem Wind sein

Neben

Dem was Freiheit

Wirklich ist

Neben

Dem wie Gefühle

Authentisch wären

Hab ich mich gefunden

In der Armee der Heuchler

Und steh somit allein

Könnte ich frei wie ein Kind sein

Könnte ich frei mit dem Wind sein

Ein Blatt in einem Herbststurm

Es fliegt so frei und ohne Heimat

Es ist der Weg, ihm vorbestimmt

Ein Blatt, was sich zu landen wünscht

Neben

Dem was Menschen

Leben könnten

Neben

Dem was Akzeptanz

Bewirken würde

Hab ich mich gefunden

In der Armee der Heuchler

Und steh somit allein

Könnte ich frei wie ein Kind sein

Könnte ich frei mit dem Wind sein

Doch fühl ich mich wie welkes Laub

Verfault am Boden liegend

Als Untertan, verachtet

Verurteilt, heuchlerisch betrachtet

Neben

Dem wer ich

Wirklich bin

Neben

Dem was echte

Menschen sähen

Nur hab ich mich gefunden

In der Armee der Heuchler

Und bleib somit allein

Könnte ich frei wie ein Kind sein

Könnte ich frei mit dem Wind sein

Tausend Leichen

Kategorie: Lyrik (BAND 7) Ein Wiedersehen im Niemandsland — rubinblut @ 15:50

Das Haus der Tausend Leichen

Habt selbst ihr euch erbaut

Und diese Lügen schleichen

Jetzt langsam in die Haut

Im Garten blühen Rosen und Nelken

Das Haus ist gepflegt und geputzt

Die Liebe der Menschen ist am verwelken

Ich frage mich, warum ihr da stutzt?

Ihr habt es euch so eingerichtet

Das Haus der Tausend Leichen

Und innerlich dazu verpflichtet

Was es jetzt ist, dass müsste reichen

Die Sehnsüchte liegen im Keller begraben

Am Sparren erdrosselt die Liebe

Über alle Hoffnung erhaben

Das nicht ein einziger Traum daran bliebe

Das echte Leben steht wartend vorm Haus

Erstaunt über die verschlossene Tür

Niemand tritt einen Schritt hinaus

Begräbt sich lieber lebendig dafür

Grenadier

Kategorie: Lyrik (BAND 7) Ein Wiedersehen im Niemandsland — rubinblut @ 15:49

Ich spiel heut Krieg

Mit dir

Mit mir

Was übrig blieb

Ist niemals Sieg

Denn meine Waffe

Ist nicht tödlich

Mag sie zwar verletzend sein

Regt sie wohl nur zum denken an

Als Grenadier werf ‘ ich

Granaten hin aus Wort

Und denke: ´Sicherlich…

Verstehst du es sofort`.

Falsch gedacht

Du hast mich ausgelacht

Soweit willst du nicht denken

Mich lieber ins konforme lenken

Pech gehabt…….

Als Grenadier werf ‘ ich

Granaten hin aus Wort

Und denke: ´Sicherlich…

Verstehst du es sofort`.

Du gehst der Wahrheit

Meiner eignen Zeit

Engstirnig aus dem Weg

Obwohl ich auch mein Herz, in deine Hände leg

Zu spät……?

Als Grenadier werf ‘ ich

Granaten hin aus Wort

Und denke: ´Sicherlich…

Verstehst du es sofort`.

Nur bist du anders, als ich bin

Ich frag mich stets, wo führt das hin

Warum siehst du das nicht?

Das man mir gar das Ich zerbricht

Bin echt…..

Denn meine Waffe ist nur Wunsch

Das du mich endlich siehst

Mir glauben schenkst und mir vertraust

Weil ich dich nicht verletzen will

Als Grenadier werf ‘ ich

Granaten hin aus Wort

Und denke: ´Sicherlich…

Verstehst du es sofort`.

Ich spiel heut Krieg

Mit dir

Mit mir

Was übrig blieb

Ist niemals Sieg

Weil ich dich sonst verlier