19. Januar 2009
Entstanden ist der Band 07/08, die Veränderung mit dem Umzug in die Freakfarm ließ wieder Raum für gänzlich anderes Gedankengut. Dieses Gedankengut ward mir verloren einstmals, als ‘fucking’ Prägungsknecht ohne die Möglichkeit eines geistigen Austausches.
Aber alles in allem ist alles Bewegung…

Vergraben stand es wieder auf
Gefühle wechseln Farben
Das Alte fand den neuen Lauf
In Niemandslandes Narben.
Ein Henker steht mit einem Beil
An einer Tür und hämmert
Die Seel` zerbricht Gedankenheil
Weil`s abend ist und dämmert.
Es drängt hinaus aus jener Welt
Hinfort vom düstren Recken
Dem das Klopfen wohl gefällt
Man möchte sich verstecken.
Nur eine Flucht, selbst sehr verzagt
Wohin sie führen würde?
Zurück zum Anfang, altbetagt
Zu schwer die Last der Bürde.
Im Niemandsland ist alles gleich
Es nährt sich im verzehren
Von Menschenseelen, Menschenfleisch
Nicht einer kann sich wehren.
Im Farbenspiel und Seelenleid
Der Henker metzelt wild
Als ob die Zeit die Wunden heilt
Sagt “NEIN” das Spiegelbild.
Gedanken brechen, Seelen sterben
Im Niemandsland, was schien so fern
Die Hoffnung bricht in tausend Scherben
Als wollte man das gern.
Es fühlt sich etwas anders an
Vielleicht als noch vor Jahren
Weil manches sich verändern kann
Mit all seinen Gefahren.
Trotz Hoffnung gibt es keine Flucht
Der Schmerz ist von Bestand
Egal wie oft man es versucht
Es herrscht im Herz das Niemandsland.

Ward es ihm fort geflohen
Das zart- bebende Gefühl
Wodurch der bitter- Lebende
Blieb Sehnsuchts- los und kühl
Es schien ihm weit (und lange her)
Das jemand seine Seele rührte
Mit ihm in Mondesnächten wandelte
Und dessen Hand mit Stolz er führte
Er sehnte sich zum Meer
An jenen Ort
Der still in der Erinnrung’ schlief
Und jedes einzge’ Wort (darüber)
Die tiefe Trauer zu ihm rief
Ihre erste Begegnung
Das zart- webende Gefühl
Zur Liebe erhebende
Was niemals zerfiel
Die Liebe, sie war ewger’ bestand
Nach vielen Jahren (doch nur für sie)
Selbst als ihre zart- bebende Hand
In seiner lag, als der Tod nach ihr rief
Es schien ihm weit (und lange her)
Das jemand seine Seele rührte
Mit ihm in Mondesnächten wandelte
Und dessen Hand mit Stolz er führte
Er sehnte sich zu ihr
Er hielt in Gedanken (an sie)
Ihre Hand sehr fest in der seinen
Gelöst von den Lebensleinen
Ihr folgend, mit bebend Gefühl
Das beide, im Tode vereinend
Sich endlich wieder fänden
Verließ er das Leben (nicht weinend)
Mit ihrem Bild in den Händen
Ich bin der Knecht meiner Prägung
Gesellschaft, ich webe dein Leichentuch
Und zieh in Erwägung
Hinein zu weben den dreifachen Fluch
Das Streben nach Freiheit, geweiht
Dem Untergang, der doch nur ‚Leben’ schreit
Zu dieser Zeit
Nicht bereit,
Für alles Streben
Sei der Bewegung Raum zu geben
Wir streben, wir streben, wir streben
Nach wirklicher Freiheit im Leben
Wir streben, wir streben, wir streben
Der Prägung den Wert zu vergeben
Gesellschaft, ich webe Dein Leichentuch
Und webe hinein den dreifachen Fluch
Selbst der Asphalt, er birgt Oasen
An einem frühlingsschwangren Tag
Zwischen Steinen wächst gar Rasen
Die Sonne scheint, was ich so mag
Nur schmerzgedämpft
Im Herzen kämpft
Das IST
Was man als Mensch im Glück
Oft rasend schnell vergisst
Ein Mann mit einer grünen Mütze
Steht im Urin, in einer Pfütze
Und zittert früh an diesem Morgen
Zerfurcht von seinen bittren Sorgen
Er will nicht mal den Tod
Trotz seiner Not
Die Hose trieft, ist furchtbar nass
Hält nur die Flasche, nicht mehr Glas
Wie damals, als es einst begann
Den Schnaps
In seiner Hand
Setzt an (er stinkt)
Setzt an (er trinkt)
Und zittert
Der arme Mensch, er wird betrachtet
Von jedem Andren streng verachtet
Von Monstern
Verhüllt in einem größren Stück
Niemals wertgeschätztem Glück
In diesem Sonnenlichte
Denkt keiner mehr an die Geschichte
Die den Mann ins Unglück trieb
Ihm nur die Schmerzbetäubung blieb
An einem frühlingsschwangren Tag
Seh ich sich Monster küssen
Die Sonne scheint, was ich so mag
Verbleibe hier, zerissen
>>Zieht sich wie Kaugummi,<<
Dachte sie…
Morgens vor 6
Wenn einsame Koffer
Mit diesen Rollen aus Plastik
Die Gehwegplatten weckten.
Um diese Jahreszeit,
Wo Frühling mit dem Winter kämpft
Und selbst die Vogelwelt gedämpft
Versinkt im müden Federkleid.
Morgens vor 6
Wenn einsame Gesichter
Mit diesen traurigen Augen
Sich selbst oder andere weckten.
>>Es ist zu früh,<<
Dachte sie….
Für trübe Gedanken und Sorgen
Die dieser trüben Wintersicht
Im grellen Neonlicht
Ganz unbewußt verborgen.
Morgens vor 6
Wenn drückende Dunkelheit
Mit monotoner Wiederkehr
Die Oberflächengesellschaft weckte.
>>Das wollte ich nie,<<
Dachte sie…
Und kochte den Kaffee wie immer.
Ein Engel schlief gebettet
Auf weißem Rosenblatt
Und sah so friedlich aus
Als gäb es zwischen Rosen
Doch keine Tränen mehr
An einem Ort der Stille
Mit Stein und Rosenblatt
Samt fahlen, leeren Augen
Die weinten lang nicht mehr
Als eine alte Taube
Zum sterben niederkam
Und ihre kranken Flügel
Des Fliegens müde waren
Traf ein leerer Blick
Der nicht mehr weinen konnte
Ein Kreuz aus Holz und Harz
Es schlief still eingebettet
In wildem Tannengrün
Und sah so friedlich aus
Als gäb es zwischen Tannen
Doch keine Tränen mehr
Da weinten Seelen Schuld
Sie legten Köpfe nieder
Und sahen so friedlich aus
Als gäb es zwischen Gräbern
Doch keine Tränen mehr
Neben
Dem was Leben
Sich schimpft
Neben
Dem was Liebe
Eigentlich bedeutet
Hab ich mich gefunden
In der Armee der Heuchler
Und steh somit allein
Könnte ich frei wie ein Kind sein
Könnte ich frei mit dem Wind sein
Neben
Dem was Freiheit
Wirklich ist
Neben
Dem wie Gefühle
Authentisch wären
Hab ich mich gefunden
In der Armee der Heuchler
Und steh somit allein
Könnte ich frei wie ein Kind sein
Könnte ich frei mit dem Wind sein
Ein Blatt in einem Herbststurm
Es fliegt so frei und ohne Heimat
Es ist der Weg, ihm vorbestimmt
Ein Blatt, was sich zu landen wünscht
Neben
Dem was Menschen
Leben könnten
Neben
Dem was Akzeptanz
Bewirken würde
Hab ich mich gefunden
In der Armee der Heuchler
Und steh somit allein
Könnte ich frei wie ein Kind sein
Könnte ich frei mit dem Wind sein
Doch fühl ich mich wie welkes Laub
Verfault am Boden liegend
Als Untertan, verachtet
Verurteilt, heuchlerisch betrachtet
Neben
Dem wer ich
Wirklich bin
Neben
Dem was echte
Menschen sähen
Nur hab ich mich gefunden
In der Armee der Heuchler
Und bleib somit allein
Könnte ich frei wie ein Kind sein
Könnte ich frei mit dem Wind sein
Das Haus der Tausend Leichen
Habt selbst ihr euch erbaut
Und diese Lügen schleichen
Jetzt langsam in die Haut
Im Garten blühen Rosen und Nelken
Das Haus ist gepflegt und geputzt
Die Liebe der Menschen ist am verwelken
Ich frage mich, warum ihr da stutzt?
Ihr habt es euch so eingerichtet
Das Haus der Tausend Leichen
Und innerlich dazu verpflichtet
Was es jetzt ist, dass müsste reichen
Die Sehnsüchte liegen im Keller begraben
Am Sparren erdrosselt die Liebe
Über alle Hoffnung erhaben
Das nicht ein einziger Traum daran bliebe
Das echte Leben steht wartend vorm Haus
Erstaunt über die verschlossene Tür
Niemand tritt einen Schritt hinaus
Begräbt sich lieber lebendig dafür
Ich spiel heut Krieg
Mit dir
Mit mir
Was übrig blieb
Ist niemals Sieg
Denn meine Waffe
Ist nicht tödlich
Mag sie zwar verletzend sein
Regt sie wohl nur zum denken an
Als Grenadier werf ‘ ich
Granaten hin aus Wort
Und denke: ´Sicherlich…
Verstehst du es sofort`.
Falsch gedacht
Du hast mich ausgelacht
Soweit willst du nicht denken
Mich lieber ins konforme lenken
Pech gehabt…….
Als Grenadier werf ‘ ich
Granaten hin aus Wort
Und denke: ´Sicherlich…
Verstehst du es sofort`.
Du gehst der Wahrheit
Meiner eignen Zeit
Engstirnig aus dem Weg
Obwohl ich auch mein Herz, in deine Hände leg
Zu spät……?
Als Grenadier werf ‘ ich
Granaten hin aus Wort
Und denke: ´Sicherlich…
Verstehst du es sofort`.
Nur bist du anders, als ich bin
Ich frag mich stets, wo führt das hin
Warum siehst du das nicht?
Das man mir gar das Ich zerbricht
Bin echt…..
Denn meine Waffe ist nur Wunsch
Das du mich endlich siehst
Mir glauben schenkst und mir vertraust
Weil ich dich nicht verletzen will
Als Grenadier werf ‘ ich
Granaten hin aus Wort
Und denke: ´Sicherlich…
Verstehst du es sofort`.
Ich spiel heut Krieg
Mit dir
Mit mir
Was übrig blieb
Ist niemals Sieg
Weil ich dich sonst verlier