Die Stadt ist grau
Ich schreibe neu-ich schreibe wieder
Durch meine halb geschlossnen Lieder
Seh in die Freiheit
Hinter diesem-jenem
aus Zement gegossnem Bau
Mein Herz wird rauh
Doch über Inneres berichten?
Wer will es wissen-
Würd es missen…
So übe ich mich in verzichten
Und sehe aus dem Fenster
Weiter, weiter noch und seh Gespenster
Mein Herz wird rauh
Ich sehs genau
Die Stadt bleibt grau
Urban
Fragil
Das Leben ist (und bleibt)
-fragil-
Was man vergisst
Fast grenzdebil
Das Leben nur mit Liebe
-treibt
Die Blüten der Unendlichkeit
In denen alle Liebe bliebe
Hinaus in alle Überzeit
Das älteste Lied
Ein Leben zerbricht
Im Tageslicht
Nicht
Ohne Grund
Es ist wund
Wie Tochter und Sohn
Der Generation
Genozid
Genozid-Generation
Sie vererbten schon
Ohne ein Wort
Den Seelenmord
Nicht die Massen
Oder in Rassen
Es warn’ keine Huren
Nur diese Spuren
Die jemand in uns brannte
Uns damit bespannte
Vom Glück verbannte
Und nichts erkannte
Familien-Genozid
Es bleibt
Das älteste Lied
Ich wünsche nur
Das diese Spur
Nicht dominant ist.
Da war doch was?
Lasst das Leben Leben sein
Kauft euch Gummistiefel
Packt sie ein
Oh NEIN:
(Stop, dass ist Gedankengrütze!)
Doch, ach ja
Da war doch was?
(Kein Spaß!)
Moment…die Pfütze…
-denkt auch an die Regenmütze-
(Schreib ich grade Firlefanz?)
Nein und nein- nur Akzeptanz
Da war doch was?
Nun aber:
Mir ist da einer grad begegnet
Der war pitschnass und vollgeregnet
(Im August- und das schürt Frust)
Nahm ihm die Lust
Doch nur,
weil er auf weiter Flur-
sehr sommerlich bekleidet,
einen Regenguss erleidet-
und griesgrämig von hier nach da schaut-
so als ob er gleich wen umhaut
(Tztz, dabei ist er doch ein Netter-
liegt jetzt einfach an dem Wetter)
Deshalb ist’s gestern auch wie heute-
Kleider machen manchmal Leute…
Ein Blick hinter die Fassade
Ein Gebilde
Was einstmals brach
Und vielleicht bricht
Es ist zwar wach
Doch ist es nicht
Es lacht nicht
Weint nicht
Es leuchtet zwar
Doch ohne Licht
Ein Gebilde
Nicht Sandstein
Nicht Glas
Es trägt sich allein
Weil es vergaß
Ein Gebilde
Verborgen
Im Seelengewand
Doch feil geboten
In der kindlichen Hand
Es hofft nicht
Hasst nicht
Es ist einfach still
Versteckt vor sich selbst
Weil’s brechen nicht will.
Ein Gebilde
Was schweigt
Und nicht schweigen kann
Welches vergaß
Doch maßt es sich kein vergessen an
Es will nicht
Es wartet nicht
Doch ist es offenbar
Das es sich sehnt
Nach der Liebe Gefahr
Ein Gebilde
Verborgen im Seelengewand
Doch feil geboten
In der kindlichen Hand
Metamorphose
Ein Egel
(Voll gesaugt mit Blut)
Dacht sich:
„Ab heute werd ich wirklich gut!”
„Nur Mut, nur Mut!”
Spricht hier das Altruisten- Ich
Das schafft der Egel, wäre herrlich
(Ehrlich!)
Der Egel
(So als Konsumist)
Kauft sich ein ‚N’
Was er nicht frisst
Und näht es zwischen E und G
(Das tut doch weh!)
An seine Schokoladenseite
Taxiert in Länge, Höhe, Breite
Vom neuen Image angetrieben
Will der E-n-GEL jetzt auch fliegen
Und klettert auf nen Weidenbaum
(Aus der Traum?)
Der Egel- eine Sie
(Hieß Heide)
Saß hoheitlich und elegant
Im Wipfel jener Trauerweide
Die Trauerweide- mit dünner Haut
Hatte sehr nah am Wasser gebaut
(Was die sich traut!)
War Lieblingsplatz vom Altruist
Und jener saß in ihrem Schatten
Die Füße im klaren Wasser- (verharrend)
Als von Manie gepackt- die Heide
Sich stürzte von der Trauerweide
Plitsch- platsch
(Ach Heide, das war großer Quatsch!)
Landet der Egel zum guten Schluss
Auf dem rettenden Menschenfuß
Und da die Heide nicht ertrinkt
(Jetzt folgt Instinkt!)
Tut sie was Egel tun- und frisst
Am großen Zeh vom Altruist
Dieser denkt:
„Das ist doch Mist!”
(Er hätte ihr sogar Flügel geschenkt!)
Nur letztlich bleibt man das, was man ist
(Egal wie sehr man das Äußere verrenkt!)
Sehnsuchtsblau
Sehnsuchtsblau
In nächtlichen Stunden
Schimmerten Sterne in Augen
Die auf ewig schienen verbunden
Sehnsuchtsvoll
In Laken, durchwühlt
Lag ich wach
Bedachte, was man jemals gefühlt
Sehnsuchtsblau
In so vielen Nächten
Wo kein Denken mehr schwieg
Gedanken, die stetig nur neue brächten
Hab ich mein Leben geliebt
Für ein freies Leben
Wir legen uns eigene Ketten an
Und fragen uns wann
Unsre Betten zu Gräbern werden
Wir legen uns eigene Fesseln an
Die niemand lösen kann
In Sesseln vorm Fernseher sterbend
Wir legen uns eigene Knebel an
Die niemand bewegen kann
Und schweigen in alle Zeit
Wir wickeln uns selbst in ein Leichentuch
Verwelken, verrotten, im ewigen Fluch
Anstatt die Fäuste zu heben
Unter
Unter welchem Stern wurd ich geboren?
Das Herz und Seele mir erfroren
Unter welchem Stern nur kämpfe ich?
Wofür, warum- es scheint vergeblich
Unter welchem Stern weilt eine Liebe?
Die für und mit mir- bei mir bliebe
Unter welchem Stern find ich Gerechtigkeit?
Der Stern scheint mir unendlich weit
Ich bin Wachs in Deinen Händen
Ich bin Wachs in Deinen Händen
Wenn ich schon denk an Dich
An die Tiefe Deiner Augen
In denen ich die Sehnsucht fand
Und auch begehr
Drum will ich Dir nie mehr
Begegnen
Und will es doch
Ich will es doch
Aber nein
Nein

