11. September 2009
Hausfrau Helma M. hat heute etwas besonderes vor, endlich steht der Friseurtermin vor der Tür, den sie oft verschieben musste weil niemand auf ihre zwei Kinder aufpassen konnte.
Helma M. ist guter Dinge, denn ihr geliebter Gatte hat ihr den Besuch spendiert, damit sie es sich mal richtig gut gehen lässt.
Im Friseursalon eingetreten wird sie mit dem obligatorischen Kaffee und den neuesten Frauenzeitschriften versorgt. Es dauert halt noch ein bisschen.
Da wir schon festgestellt haben, dass alles irgendwie zusammenhängt ist ein denkwürdiger Augenblick eingetreten, denn es bedarf wirklich nur einer Frauenzeitschrift um die Angstklappe gleich mehrfach zuschlagen zu lassen.
Gespannt überfliegt Helma M. die Titel der ersten Artikel und bleibt gleich an mehreren hängen.
-Betrunkener Autofahrer zerstörte Familienglück- Kleine Sara (6) spurlos verschwunden- Handystrahlung verursacht Augenkrebs- Frau und drei Kinder mit Axt erschlagen (Familienvater lief wegen fristloser Kündigung Amok)- Babysitter erdrosselte schreienden Säugling- Defekter Toaster und die Wohnung brannte ab- Maskierter Mann vergewaltigte junge Frau am helllichten Tage- 86 Jähriger wegen 2o Euro niedergestochen- ect.
Verallgemeinern wir die Sache hier und behaupten einfach, dass es die Sensationslust ist, die Helma M. dazu bewegt die Artikel zu lesen anstatt sich diese grässlichen Zeilen zu ersparen.
In Helma M´s. Kopf brechen folgenschwere Gedankenlawinen los.
Von: Mir passiert das nicht, Gott sei Dank das mir das nicht passiert ist.
Bis: Mir kann das auch passieren, wenn ich rausgehe passiert es sofort.
Helma M., den Tränen nahe, sieht den fiktiven Polizei- und Rettungswagen vor ihrem Hause stehen. Es ist nicht nur abgebrannt, die Kinder sind entführt und erdrosselt worden.
Falls sie es überhaupt heile nach Hause schafft, ohne von einem alkoholisierten Geisterfahrer ins Wachkoma geschleudert , nicht vom Triebtäter vergewaltigt oder bei einem Raubüberfall ins Jenseits befördert, wird sie mit Sicherheit von ihrem plötzlich arbeitslosen Ehegatten erschlagen.
Ein Kompromiss hinsichtlich dieses Dilemmas ist aller Wahrscheinlichkeit nach der Augenkrebs.
Hätte Helma M. eine wissenschaftliche Abhandlung über Krieg oder ähnlichem gelesen, wären die Konsequenzen für ihr Denken unabsehbar geworden.
Helma M. ist aber ganz helle und schiebt die Gedanken von sich fort.
Ihr Besuch beim Friseur ist trotzdem versaut, denn zwischendurch meint sie unter der Trockenhaube riechen zu können, wie die Kabel schmelzen und daraufhin unweigerlich ihr Kopf explodiert.
Wie so oft frage ich mich auch an dieser Stelle, wie man so bitteschön sein Leben genießen soll?
Natürlich ist leben in jeglicher Hinsicht mit einem Risiko verbunden, aber muss einem wirklich alles schlecht gemacht werden?
Es gibt genug schlimme Dinge auf der Welt, nur das noch Schönes gibt, darauf wird man nicht aufmerksam gemacht.
Jeder hat Angst vor Krankheit, Arbeitslosigkeit, Umweltverschmutzung, Gewalt und Krieg.
Oftmals liegen diese Dinge nicht in unsrer Hand und wir stehen ihnen machtlos gegenüber.
Wir können sie nicht steuern und das macht uns Angst, dass heißt aber nicht das ich es für sinnvoll halte die Augen komplett davor zu verschließen.
Aber weniger soll ja oft mehr sein.
Menschen die Angst haben neigen dazu Menschen zu folgen die ihrer Ansicht nach keine haben.
Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung sind unter anderem ein guter Nährboden für Kriege die eigentlich keiner haben will. War das nicht immer so?
Wäre es ausreichend, wenn nur einer verstünde, was ich meine?
Folglich frage ich mich Tag für Tag ob Nachrichten sehen Manipulation, Sensationslust, Information oder purer Masochismus ist.
Da mir niemand den freien Willen nehmen kann, werfe ich meinen Rettungsanker aus. Nämlich das ich mich an den kleinen Dingen des Lebens so wie der Herbstsonne erfreuen kann und den Boden unter meinen Füßen zu spüren vermag anstatt ihn zu verlieren.
5. November 2008
Was soll man denn immer über die negativen Sachen berichten? Eine persönliche Feststellung, die mich im Geistesblitz traf, macht es mir ganz einfach, den Rest meines Lebens frohgemut zu betrachten. Alle Thesen, jede Religion und jede Meinung, hinfällig. Ganz einfach: Das Gute siegt ja doch immer!
Kaum zu glauben, oder?
Sicherlich, manch einer möchte widersprechen. Es gibt Krankheiten, Tod, Kriege, Mißstände und soviel schlimmes auf der Welt, aber macht doch nichts. Der Tod gehört zum Leben dazu, daß ist nichts böses sondern Natur und der Lauf der Dinge.
Das Ursache- Wirkungsprinzip. Im kleinen angefangen, steht mein Keller unter Wasser, sind die Wände und der Boden naß, es könnte schimmeln und modern, aber: Als erstes kann man sich körperlich ertüchtigen, den Keller leer räumen, das Wasser nach draußen transportieren, den Boden wischen und den alten Kram sortieren. Der staubige Keller entwickelt sich so zu einem super sauberen Terrain, wo man gerne seine Konserven unterbringt und keinerlei Gedanken daran verschwenden muß, was ein möglicher Besucher über die vorherige Unordnung denken könnte. Tolle Sache, selbst wenn es schimmelt und man das Haus renovieren müßte, hat das ja wieder herum auch so viele Vorteile. Handwerker in Arbeit, wir in Arbeit, in geistiger sowie körperlicher Belastungsprobe und dem finanziellen Ruin nahe. Finanzieller Ruin ja, aber so lernen wir noch mehr zu geben , kämpfen und zu arbeiten. Folglich reifen wir an unseren Erfahrungen und stehen unseren Mann, oder Frau und freuen uns, daß wir es doch wieder geschafft haben. Warum also pessimistisch sein? Möglicherweise ist Pessimismus da angebracht, wo es keinen Keller gibt. Wer weiß?
Naturkatastrophen hinterlassen auf unserer Welt Meilensteine der Trauer und Angst, aber es folgt dem oberen Prinzip, dort wo es gebrannt hat oder ein Land überflutet wurde, wo Stürme tobten oder die Erde bebte. Im Nachhinein gibt es einen Neuanfang, neue Blumen und Bäume wachsen, Kinder werden geboren, Kranke gesund und die Toten werden beerdigt. Die Hoffnung findet wieder Platz in den Herzen der Trauernden und der Alltag kehrt ein, bis zur nächsten Katastrophe. Da kann man doch nur optimistisch sein, denn egal wieviel der Umwelt noch angetan wird, irgendwer wird’s schon richten. Wozu haben wir die genialen Köpfe in der Forschung ? Ob Hautkrebs oder Verstrahlung, ein Mittelchen wird schon erfunden. Wer sich das gegebenenfalls nicht leisten kann, hat das Prinzip mit dem härteren arbeiten nicht verstanden. Also, warum aufregen wenn in die Menschheit getreten wird? Wir sind wie Ameisen, die ihr Nest wieder aufbauen. Es könnte so herrlich sein, wenn wir endlich akzeptieren würden, daß wir sowieso keine Wahl haben. Nehmen wir dies als gegeben hin.
Kriege gab es auch schon immer, warum jetzt, bei der riesigen Auswahl an Vernichtungsmitteln damit aufhören? Die Langeweile, wie bei Schwertkämpfen, kann nicht mehr aufkommen, biologische Waffen sind da wesentlich interessanter. Getestet werden müssen sie auch. Und allein die Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie. Mal ehrlich, wir wollen doch nicht Schuld daran sein, wenn ein Familienvater wegen spontan ausgebrochenem Weltfrieden den Arbeitsplatz verliert.? Setzt man seinen Fuß mal aus versehen auf eine Tretmine oder sitzt nicht grade passend zum Nuklearkrieg in seinem Strahlenbunker im Garten, was soll’s, Menschen gibt es wie Sand am mehr. So lange die Erde nicht explodiert, gibt es keinen Grund richtig besorgt zu sein.
Alles in allem, Wettrüsten, fundamentalistische Ansichten, Kriege und Umweltverschmutzung im großen Stil finden ihre Bestätigung in der Unterstützung der Machthaber, und diese wären keine, wenn sie nicht stärkeren wären. Und die Starken haben die Daseinsberechtigung gepachtet. Das sichert immerhin ein Überleben der menschlichen Rasse auf hohem Niveau.
Belanglosigkeiten wie Mord, Kindesmißbrauch, Vergewaltigungen, Tierquälerei, Rassenhaß ect. spielen doch heutzutage nun wirklich keine Rolle mehr. Also warum darüber aufregen? Alles wird gut, also weiter das Ameisennest aufbauen und nichts Hinterfragen, als unerschütterlicher Optimist weiß ich ja, daß wir in guten Händen sind.
Und weil die Erde wirklich eine schöne runde Sache ist, müssen wir dank Anziehungskraft auch keine Angst haben, daß wir eines Tages von ihr runterfallen. Ein Ball ist auch rund, rund und voller Luft. Bei: ‚voller Luft‘ muß ich in einer ruhigen Minute jedoch an einen besonderen Machthaber denken, dessen Nachname im floristischen Bereich angesiedelt ist. Die Assoziation folgt in die poetische Richtung und bleibt bei: ‚ Die Blumen des Bösen‘, hängen. Poesie mag ich sehr gerne, frage ich mich jetzt allerdings als Optimist und Ameise, wie ich nur so eine schwachsinnige Assoziation haben konnte. Paßt doch nun wirklich nicht mit meiner überdimensionalen Verehrung für unsere gütige, innovative und humane Führungselite zusammen.
8. Oktober 2008
“Bist Du verheiratet, ist bestimmt wieder alles gut.” Wer hat sich denn so einen Unsinn ausgedacht und über Generationen verbreitet, dass er bis zum heutigen Tag in Klein- Mädchenköpfe gehämmert wird?
Von wegen alles gut, spukte es Elke H., eine von der Liebe enttäuschte Noch- Ehefrau einer Kompromiss-Ehe, durch den Kopf.
Erst flüchtet man als Jung- Mädchen spätestens mit 18 aus dem Fiasko der elterlichen Obhut, wie das Wort impliziert: Und ob- man- da- auf- der- Hut sein musste.
Stürzt sich in die Arbeit oder eine Dauerdepression, Beziehungen halten nicht, jene die halten, sind die, die dem Fiasko im Elternhaus gleichen und besonders unschön sind.
Elke H. hatte das hinter sich gelassen, stand fest im Leben und wollte ausnahmsweise mal genau das Richtige tun, als sie ihrem Noch- Ehemann kennen lernte. Die Leidenschaft war nicht bodenlos, aber in ihrem, Alter, naja… Zuverlässigkeit und Leidenschaft, wer kann schon alles haben?
Wichtig: Keine Gewalt, Bodenständigkeit, Fürsorge ect. … wen wird da das bisschen Gefühlskälte stören?
Nur verbirgt sich beizeiten tatsächlich die Manipulation hinter dem freundlichen Gesicht der Bodenständigkeit.
Was Elke H. nicht einkalkuliert hatte, war der Punkt, dass manche Menschen nicht für Kompromiss-Ehen eingerichtet sind.
Die Zeit des Erwachens kam allerdings erst, als sie volle Windkraft voraus ins eheliche Rollenverhalten gesegelt war.
Jetzt fragt sich manch einer doch, was ist denn wohl ein eheliches Rollenverhalten? Kurz zurückgreifend werden noch mehr unsinnige Dinge in Jung- Mädchenköpfe gehämmert, so das viele dieses gesellschaftlichen Sub-Geschlechtes trotz Emma dazu neigen, es allen recht machen zu wollen, imaginäre oder echte Erwartungshaltungen anderer klaglos zu erfüllen und so lange zu funktionieren, bis entweder völlig zerbrechen und ihre Unterdrückung im Alkoholkonsum ausdrücken, oder nach einem Nervenzusammenbruch im Hotel zur lockeren Schraube landen.
Gibt es nicht? Da sollte jeder mal in sich hinein horchen, Rollen gibt es viele und wir spielen sie allesamt gut, manchmal sogar, ohne es zu merken.
Wobei ich neutral wie die Schweiz behaupte, dass die Männer es von Haus aus etwas einfacher haben. Von denen wird nicht erwartet, dass sie putzen, kochen, dauerwillig sind, Kinder groß ziehen und nebenbei Karriere machen. Und wenn sie mit 45 noch oben, bei Mutti wohnen, dann ist es auch ok.
Wie Emanzipation heute aussieht? Als Gleichberechtigte muss sie noch einen Streit über sich ergehen lassen, weil sie eine Waschmaschine nicht heben kann.
“Stell dich gefälligst nicht so an!” giftete Elke H’s. bodenständiger Noch- Ehemann, obwohl dieser grade Gebärmutter und Rückenwirbel um 5 cm verrutscht waren.
Wenn die Elke H’s. dieser Welt irgendwann vor lauter Einsamkeit und Seelenqual wirklich wach werden, beginnt der innere Kampf mit alteingesessenen Kindheits- Introjekten: Ich bin schuld, ich mache alles kaputt, ich bin wertlos ect. . (Es gibt ja so unendlich viele davon, aber ich will mal nicht ins psychologische abrutschen, sonst täten sich womöglich Abgründe auf.)
In diesem Wahn glaubt Elke H., dass sie so ein schlechter Mensch und zu dem völlig wertlos ist, weil ihr Noch- Ehemann ihr das lange genug eingeredet hat. Voller Schuldbewusstsein bettelt sie wie ein Kind, dass er sie bitte wieder lieb haben möge und sie dafür auch alles tun würde. Alles, einfach wieder so funktionieren, wie es von ihr erwartet wird.
Wäre da nicht der Rollmops gewesen. Ein einfacher Fischhappen wird zum Auslöser einer geistigen Wandlung. Die Grundfrage am Tisch: “Werden die eigentlich gekocht oder sind die roh eingelegt?” Von roh zu blutigem Steak… Heimtückisch schleicht sich ein Gedanke in Elke H’s. Kopf…..
“Wie, ich habe immer nur mit Widerwillen oder gar nicht gekocht?”
Böses Erwachen…..
Wer hat denn nun eine entrückte Wahrnehmung und vertritt diese vehement bis zum geistigen Erbrechen? Da tun sich ganz andere Abgründe auf.
Nach der Hab- mich- wieder- lieb- Bettelaktion ist der Noch- Ehemann seiner Elke natürlich zugetan und räumt der Pseudo- Nochehefrau gute Chancen ein, wenn sie nur so funktioniere, wie er wolle!
Selbiger kann nicht verständlicherweise nicht nachvollziehen, dass Elke H. auf einmal zum bösen Mädchen mutiert, und die Frechheit besitzt, ihre Selbstständigkeit als weibliches Wesen einzufordern.
Ob diese kleine Erzählung weiter geführt wird, dieses - was dann geschah -, steht in den Sternen oder liegt tief verborgen am Boden eines Rollmopsglases.
6. Oktober 2008
Was so eine spontane Faust Lesung im netten Kreise auszulösen vermag, man assoziiert hier und da ein bißchen, verläuft sich zwischen den Gedankengängen und schlußendlich kommt man unerwarteter Weise zu einem Ziel. Ein Ziel aus Assoziation und Verwirrung geboren. Diese Zielsetzung wurde allerdings niemals angestrebt, sie ist ein Geschenk des Augenblicks.
Ja, kommen wir einfach zur Gretchenfrage. Die Frage, welche die gesamte Männerwelt interessieren dürfte.
>>Sagt mal ihr heißen Gerätchen, wie haltet ihr es mit den Männern?<<
Ich habe immer schon behauptet, ich bin neutral wie die Schweiz, was nun aber nicht bedeutet, daß nicht jeder Mal sein Fett weg bekommt, so betrifft manches, entfernt, vermutet, man munkelt…. auch mich (vielleicht).
Zum Kern der Sache, was wollen die weiblichen Wesen wirklich von den Männern? Werden sie je mit dem dargebotenen zufrieden sein, werden sie je den Mund halten und nicht kritisieren, nicht schwätzen, nicht shoppen, nicht stundenlang vor dem Spiegel stehen, nicht immer wieder Fragen, ob sie zu dick sind? Werden sie? Natürlich gibt es einschlägige Literatur über die rein biologischen Unterschiede zwischen Männlein und Weiblein, aber was hilft das, wenn nicht alle sie lesen und sich tagtäglich mit diesem ambivalenten Rollenspiel konfrontiert sehen?
Was wollen denn die heißen Geräte, die hochtoupiert und stöckelschuhig einst buntbemalt im knappen Röckchen auf Mammutjäger Fang gegangen sind?
In erster Linie vermutlich ein gesichertes weitergeben gesunder Erbmasse. Man könnte behaupten, hemmungslose Vermehrung neben dem durchaus imponierenden Balzgehabe ihres Gegenübers. Das starke Mannsbild an ihrer Seite, und starke Kerle reagieren ganz Instinktiv auf die Beschützerreize, die so ein Beerensammlerweibchen bei ihnen auslöst. Mit den Stöckelschühchen wirkte schon manch eine Frau zerbrechlicher, als sie es objektiv war. Die Frage, ob Frauen, die von vornherein selbstbewußter wirken und ihren Intellekt nicht hinter einer Dauerwelle verstecken, überhaupt einen Mammutjäger abbekommen, sei unbeantwortet dahingestellt.
Kaum haben die Beerensammlerweibchen ihren Jäger an der Angel, beginnt die Metamorphose. Nichts mehr mit beschützen, was haben sich die Männer denn da in irgendwelchen Utopien verrannt? Spätestens, wenn der Rasen gemäht, der Müll runter gebracht oder der Zaun gestrichen werden soll, wird aus dem hilflosen Engelchen die markerschütternde Furie. Ein bißchen Mitleid für die Männer ist hier wohl angebracht, denn mit so einer Verwandlung rechnet nicht mal der hartgesottenste Mammutjäger. Andrerseits, gehen Beide zusammen in die nächste Schankwirtschaft zu späterer Stunde und ein anderes Männchen wird in einer Bierlaune etwas zudringlich, dann muß der männliche Part wieder voll und ganz den Beschützer mimen. Wehe, wenn nicht, daß Gezeter würde niemand, nicht einmal jemand, der vergessen hat, die Batterien vom Hörgerät zu wechseln, ertragen.
Arme Männer sage ich nur, woher solltet ihr wissen, daß euch derart übel mitgespielt wird? Woher? Bei der früheren Rollenverteilung wußte jeder, was seine Aufgaben waren.
Heute gibt es die Emanzipation, fraglich allerdings, in weit die Beerensammlerinnen bereit für eine solche sind? Wenn sie mit zwei Koffern unten an den Treppen eines Bahnsteigs stehen anstatt den Fahrstuhl zu nehmen und mit ihrem Engelsgesicht in einer teuflischen Tonlage einfach losbrüllen: >>Hilft mir jetzt mal jemand, ich hab hier zwei schwere Koffer.<< Tatsächlich reagiert ein Mammutjäger auf diese Forderung, die mehr Anklage als Frage ist und trägt behende die Koffer der Kreisch- Barbie nach oben. Unglaublich, aber wahr.
Die Gerätchen der Neuzeit wollen alles, selbstständig sein, Männerberufe ausüben, Kinder und Karriere, legen Wert auf Gleichberechtigung, Emanzipation ect.. Aber wehe, der Mammutjäger den sie einst mit ihrer Hilflosigkeitsaura angelockt haben, steht nicht dann seinen Mann, wenn sie es erwarten. Ich bin wirklich dankbar, daß ich in keiner Männerhaut stecken muß. Sollte sich jetzt eine Beerensammlerin verärgert fühlen, ich vermute, sie wird begreifen, daß ein kleines Körnchen Wahrheit in der Geschichte steckt und mir durchaus bewußt ist, daß es immer Ausnahmen gibt. In Zeiten der Veränderung ist der Weg manchmal eben steinig, bis man den Platz erreicht, wo man lächelnd auf die Hindernisse der Wandlung zurückblicken kann. Abstrakt gesagt, befindet sich unsere Rollenverteilung vermutlich grade in den Wechseljahren.
27. September 2008
Da predigt man Zwischenmenschlichkeit, Toleranz, Gelassenheit und Verständnis. Behandle andere nur so, wie Du gerne selber behandelt werden möchtest.
Sollte man das wirklich tun?
Wenn man morgens um 6 Uhr am liebsten mit dem Teppichklopfer Amok durch seine Räumlichkeiten laufen möchte, dann hat es vermutlich einen Grund. Ach, dass größte Leid, ist was der Mensch sich selbst andeiht.
Ja, das Böse hat einen Namen und ein Gesicht: Katze….
In seiner Tierliebe erspart man dem eigenwilligen Vierbeiner die Umzugsqualen und was passiert zum Dank? Die halbe Nacht ist man Unterlage für den Katzenschuhplattler und wer verflucht noch mal hat der Samtpfote erzählt, dass es unter Decke, Kissen, Bauch oder Gesicht eine Milchbar gibt?
Samtpfote? Wohl auch nur, wenn beim Schuhplattler die Krallen eingezogen sind, aber auf einem Laminatfußboden klingt der Katzenstep wesentlich intensiver nach, wenn man Probleme mit der Nachtruhe allgemein hat, entwickelt sich dieses Geräusch zum Aggressor schlechthin. Mal abgesehen von den sich wie von Geisterhand bewegten und stürzenden Kleinoden der Regale, Fensterbank respektive Schrank.
Ein kleiner weiterer Aufhänger ist mit Sicherheit die Angewohnheit meines süßen Stubentigers, dass die Worte ‚Füße abtreten’ im Sprachgebrauch einer Katze nicht vorhanden sind und es doch viel mehr Spaß macht, Frauchen laut schreiend über das verteilte Katzenstreu ausrutschen zu sehen.
Springen findet die Katze auch prima, erst die Leiter aufs Hochbett, dann runter auf den Boden, wieder hoch, dann auf den Kleiderschrank und dann wieder die Kleinode zerstören. Zwischenzeitliches Gerangel mit der Türklinke fällt da nicht mehr so ins Gewicht, nicht wenn man kurz davor ist, aus dem Stubentiger passend zur winterlichen Jahreszeit einen Muff herzustellen.
Im Grunde meint es Katze doch nur gut, schließlich will sie mir zeigen, dass sie mich trotz Umzug immer noch liebt und ihre Bedürfnisse auch mal kompensieren muß, sei es auch in meinem Gesicht.
Als Tierliebhaber ist die Gereiztheit beim nächsten frechen Blick verschwunden und man kann sich mit Baldrian auf die nächste Nacht vorbereiten, wenn Klein- Aggressor wieder durch die Schlafgefilde wütet. Was für ein Katzenjammer.
24. September 2008
Die Menschheit, der Kreislauf und die Wiederkehr gesellschaftsbedingter Seuchen, etwas neues? Nein!
Statt Billigdiscountern und Multi- Kulti Angeboten gab es einfache Märkte, auf denen Lebensmittel und Zierrat feil geboten wurden. Kassen, nein, jeder hatte seine Geldkatze am Wams versteckt. Es wurde gehandelt, gestohlen, getauscht und wenn der Platz vorm Markstand zu voll war, einfach mal zugeschlagen.
Heute ist alles anders, daß einzige, was nach wie vor existent ist, vermutlich der Drang einfach mal zuzuschlagen. Womöglich nicht nur einfach, sondern gleich mehrfach. Jedoch folgen wir ‚kultivierten’ Menschen diesem Drang nicht, sondern halten Mund und Fäuste still (um es am nächstbesten Schwächeren auszulassen), stauen Aggressionen an mit der Tendenz einem Amoklauf etwas positives abzugewinnen.
Wenn man sich der manipulativen Medienwelt nicht ganz entzieht, wird man tagtäglich mit Kriegen, Hungersnöten, Klimawandel und was es noch so schönes gibt zugeballert, ohne die Chance zu erhalten, mal im zwischenmenschlichen Bereich etwas für sich selber zu tun. Und im Kleinen fängt es an, warum sollte ich mich mit einem Krieg auseinandersetzen, wenn ich selbst nicht in der Lage bin auch nur die klitzekleinsten Regeln der Zwischenmenschlichkeit einzuhalten? Es wird gemobbt, gelästert, intrigiert, betrogen, ausgenutzt, manipuliert, geschlagen, verallgemeinert, gedrängelt…… Jeder ist sich selbst der Nächste, fühlt sich aber im Reinen mit sich selbst, sobald er eine Spende an ein Dritte- Welt Land entrichtet hat. (Wobei die Spendenhascherei der kirchlichen Institutionen dem ‚geben ist seliger denn nehmen’ Prinzip des Neuen Testamentes abgrundtief widerspricht, da die linke Hand ja nicht wissen soll, was die rechte tut. Aber das wäre ein anderes Thema.)
Welche Perspektiven bleiben, wenn das Hauptaugenmerk auf weit entfernte Länder gerichtet wird und man die Omi mit Herzinfarkt vor der eigenen Haustür als Fußabtreter benutzt? Wie sagte einst ein Freund so schön: >>Defizite in der Wahrnehmung klingt besser als dissoziative Zustände.<<
Die Perspektiven, die bleiben, sind sich entweder von den Ketten seines Fernsehers zu lösen und sich mit dem tatsächlichen Leben zu beschäftigen, anstatt sich weiter in eine vorgegebene Richtung schieben zu lassen, was zur Folge hat, daß man am Ende völlig gehirnverwaschen ist oder man gibt sich zufrieden, oder aber auch, man beklagt sich über die Endresultate, die man hätte verhindern können.
Warum sich grade die Pestilenz bei Plus manifestiert? Es sind nicht die Rentner, die keine Zeit haben und die Kassen an Wochenenden oder abends besetzen, es sind nicht die Menschen, die einen Großeinkauf für eine Familie machen, es ist nicht der Konsument, der einem die letzte Packung 1,5 % Fett Günstigmilch vor der Nase wegschnappt… nein, die Pestilenzen sind die Menschen, die ein riesengroßes Defizit in ihrer Wahrnehmung haben, nämlich jene, die wenn ich ohne Einkaufswagen mit einer 10 KG Packung Katzenstreu und einer Flasche Wein zum verschenken auf das Warenband zustrebe, einfach ihren Einkaufswagen ohne Rücksicht auf Verluste dazwischen rammen. Nicht nur das rammen an sich, nein, auch die Zeit, die sie sich lassen, um drei Teile Konsumgut auszupacken und simultan dabei jede Möglichkeit verhindern, daß Katzenstreu abzulegen.
Innerlich aufs Höchste angespannt, jedoch Sklave meiner Werte, bin ich seltsamer Weise noch so verpeilt, daß ich die Lesebrille, die der Pestilenz unbemerkt aus der Tasche glitt, aufhebe und sie nicht zertrampele, sondern zurückgebe. Ich habe da wohl ein gewaltiges Defizit in meinem Verhalten, bin nicht in die Gesellschaft integrierbar zwecks mangelnder Anpassung und sowieso: Wir sehen uns alle in der Hölle!
17. September 2008
Im Normalfall fühle ich mich keiner Gruppe oder Organisation zugehörig, wäre da nicht eine Ausnahme:
Ich gehöre zu den Menschen, die einen imaginären Industriemagneten in der hinteren Stoßstange haben.
Ich vergleiche den Straßenverkehr oft mit klassischer Musik. Man gibt sich den sanften Tönen hin und verliert sich in ihren Wogen bis die Pauken und Trompeten einsetzen.
Auf der Strasse die beste Möglichkeit einen plötzlichen Herztod zu sterben. Mein Herz erfreut sich zurzeit bester Gesundheit und daher wurde ich bis jetzt verschont.
Auch wenn sich viele Menschen über die Deutsche Bahn beschweren, ich spiele seit längerem mit dem Gedanken einen Antrag auf eine Zugverbindung von meiner Haustür bis zum Arbeitsplatz zu stellen.
Es ist ein Dilemma, ich fahre nicht gerne selber Auto und noch weniger bis gar nicht gerne bin ich Beifahrer.
Zum ersteren liegt es daran, dass ich schon beim Einordnen auf die Autobahn nach kurzmöglichster Zeit in Spontanschlaf falle.
Daher vermeide ich es eher längere Strecken Autobahn zu fahren, bin ich doch dazu genötigt halte ich mich brav auf der rechten Spur zwischen zwei LKW´s, wobei der hintere mich dann und wann mit der Lichthupe auf die Verlangsamung meines Tempos aufmerksam macht.
Um in allem negativen etwas Positives zu sehen, durch den extremen Angstschweiß spare ich mir die Sauna.
Außer der Autobahn gibt es ja noch die Stadt-Land-Dorf Straßen, um wieder auf den Industriemagneten zurückzukommen.
Jeden Tag befällt mich der Wahnsinn von neuem:
Ich fahre nicht über hundert, bremse ab wenn ich in eine geschlossene Ortschaft komme, überhole nur, wenn es wirklich sein muss.
Zudem besitze ich die Frechheit Andren motorisierten und Fußgängern sowie Radfahrern den Vorrang zu lassen.
Das verrückteste ist aber, ich mache mich so zeitig auf den Weg, dass ich pünktlich und ohne Hetzerei mein Ziel erreiche.
Wenn ich also mit unglaublichen 60 km/h halsbrecherisch in die Ortschaft rase, wiederholt sich fast ebenso täglich, wie mich der Wahnsinn befällt vorschriftsmäßig zu fahren, die Sache mit dem Magneten.
Ein Blick in den Rückspiegel reicht, ein Golf GTI oder BMW, ganz gleich was, ist an meiner Stoßstange angedockt.
Wundersamer Weise wird die Andockung nicht von einem monotonen Hupkonzert begleitet.
Industriekaufmann Hugo S., ich sehe ihn durch die geringe Distanz zu meinem Fahrersitz sehr deutlich im Rückspiegel, scheint noch echte Zähne zu haben.
Er schafft es tatsächlich mit wutverzerrtem Gesicht seinen kompletten Kauapparat ins Lenkrad zu rammen.
Vermutlich steuert er so seinen tollen, zweckmäßig tiefergelegten BMW, da er ein wichtiges Date am Handy ohne Freisprechanlage verabredet, einen Kaffe trinkt und eine Zigarette raucht.
Ich bin meinerseits ganz froh, dass Hugo S. so gute Zähne hat, würde er mit den Knien lenken, könnte er nicht das Tempo halten um konstant an meiner Stoßstange zu kleben.
Bei der nächst möglichen Gelegenheit verlässt Hugo S. unsere Stoßstangen-Symbiose, er liest derweil die Bildzeitung. Ich bin sichtlich von diesem talentierten Mann beeindruckt und winke ihm später noch mal fröhlich zu, als ich ihn in seinem Wagen zusammengequetscht zwischen zwei Bäumen wieder erkenne.
Die blutüberströmte Frau, die neben ihrem verbeulten Fahrrad im Gras liegt und reanimiert wird, stirbt einige Tage später an den Unfallfolgen.
Hugo S., mittlerweile von seinem Schleudertrauma genesen, liest an meiner Stoßstange klebend die Todesanzeige der Radfahrerin, ich kann ihn aus geringer Distanz zu meinem Fahrersitz im Rückspiegel……………………..
Um zum zweiten Punkt zu kommen, nehmen wir an in meinem engeren Umfeld gäbe es einen Fahrlehrer, nennen wir ihn hier Franko B., und ich wäre häufiger seine Beifahrerin.
Im Voraus sollte allen Beteiligten im Fahrer/ Beifahrer Spiel bewusst sein, worauf sie sich einlassen und welche katastrophalen zwischenmenschlichen Konflikte daraus entstehen können.
Das richtige Mittel für mich um eine Beifahrt zu ertragen wäre Alkohol. Da aber die Suchtgefahr ziemlich hoch liegt, wenn man vor jeder Beifahrt eine Flasche Schnaps trinkt, muss ich wohl oder übel nüchtern daran teilnehmen.
Wenn mich die Autobahn zwar selber dazu einlädt in das Land der Träume zu gleiten, geschieht das nicht fährt Franko B..
Die Tatsache, dass Franko B. Fahrlehrer ist erleichtert es auf keinen Fall.
Ich gehöre zu diesen hartnäckigen Menschen, die nie aufgeben und automatisch wird jede Autofahrt zum Höllentrip.
Der Beifahrersitz von Franko B.’s Omega ist durch mein andauerndes festkrallen am selbigen mehr Loch als Sitzfläche und über die Haltbarkeit des Unterbodens durch kräftiges mitbremsen meinerseits kann nur noch spekuliert werden.
Der Fahrlehrer seinerseits ist ebenso hartnäckig, es braucht einige Fast- Auffahrunfälle und einen hysterischen Heulkrampf der Beifahrerin bis er vom Gaspedal ablässt.
Nicht wegen der Fast- Unfälle, eher weil mein Dauergeheule unerträglich ist.
Im Gegensatz zum selber fahren, wo mein rechter Fuß beim herannahen eines anderen Wagens an die Vorfahrtsstrasse gelegentlich zuckt und eine Vollbremsung machen möchte, stöhne ich nun bei jedem Auto, dass auf die Vorfahrtsstrasse will. Jetzt zuckt der ganze Körper so enorm, dass Franko B. kurz vorm Nervenzusammenbruch steht, da heftiges Aufschrecken im Straßenverkehr gefährlich ist. So zucken wir beide im Einklang.
Als wir neulich in die Stadt fuhren und Franko B. die Gegend rechts und links neben der Fahrbahn beliebäugelte, nach hinten schaute um sich mit den anderen Mitfahrern auf den Rücksitzen zu unterhalten, geschah es beinah um zwei junge Mädchen, die mitten im Überquervorgang der Straße steckten.
Auch Franko B. unterliegt zuweilen dem Industriemagneten, dem Lenkradbeißen und lautem Gefluche.
Ich meine es nur gut und rate ihm, dass grade er als Fahrlehrer sinniger sein sollte, was jedoch ausschließlich Hass und Feindlichkeit meiner Person gegenüber auslöst.
Manchmal schaffe ich, oh Wunder, nach einer solchen Fahrt auszusteigen ohne ohnmächtig zu werden, was das einzige nette Erlebnis dieser Beifahrt- Tortur ist.
Spätestens ist man dann aber hier an dem Punkt, wo die katastrophalen zwischenmenschlichen Konflikte folgen.
Auto fahren sollte Spaß machen dürfen, aber leider habe ich einen Mittelfingerkrampf, da ich dem Industriekaufmann Hugo S. ausdrücklich zeigen möchte wo er mich kann:
Nämlich an meiner hinteren Stoßstange!
Eine kleine Einleitung in eigener Sache………….
Ich las neulich in einer Tageszeitung, dass `modern talker ´ Bohlen mit seinem zweiten Buch den heutigen Zeitgeist widerspiegelt.
Nach diesen Zeilen musste ich feststellen, dass ich zur geistigen Fallsucht neige und um mir nicht erneut den Kopf beim Lesen einer Tageszeitung zu stoßen, nagelte ich mir spontan ein Brett davor.
Nun allerdings bin ich unsicher, was ich mehr bedauern soll, dass Bohlen unser literarischer Zeitgeist ist oder das ich mit einem Brett vorm Kopf ziemlich blöde aussehe.
Heutzutage ist doch alles ein klein bisschen anders.
Goethes Werther läge vermutlich im LSD- Rausch in seinem schönen Wahlheim um seines Kummers Herr zu werden, und Lottchen?
Lottchen in tiefer, vielleicht manischer Depression, überfordert von ihrem Hausfrauen- und Mutterersatzstatus.
In einer Welt der Massenmedien, globaler Vernetzung und dem unglaublichen Druck der Gesellschaft ist es nicht einfacher geworden sich literarisch auszudrücken.
Mit Bestimmtheit ist es freier, als zu Werthers Zeiten.
Erlaubt ist was gefällt, die Themenauswahl riesig und in vielen Fällen seitens der Verleger spielt die Gewinnspanne eine nicht unwesentliche Rolle.
Aber mal ganz ehrlich: Hätte Beaudelaire , der seinerzeit als gewagt galt ein Charles Bukowski Buch als schön empfunden?
Bedeutet Freiheit denn, alle Grenzen zu überschreiten und in der völligen Geschmacklosigkeit zu versinken?
Auch ich möchte mit meinen zumeist lyrischen Texten etwas bewegen, schockieren und die Augen anderer Menschen öffnen.
Möchte nicht jeder Autor etwas mitteilen?
Subjektiv gesehen geht es mir doch manchmal zu weit.
Muss eine Kindsvergewaltigung mit Todesfolge bis ins kleinste Detail beschrieben werden?
So, als ob es das normalste auf der Welt sei und zudem wie eine Kurzgeschichte aus `Bild der Frau´ oder `Brigitte Young Miss´ klingt.
Kurz und gut, sollte diese künstlerische Freiheit nicht anders genutzt werden?
Mag sein, dass ich zum Beispiel den Sinn und Unsinn des Dadaismus nicht verstehe, allerdings muss ich mich auch nicht damit auseinandersetzen.
Glücklicherweise kann sich eben genau das jeder Literaturfreund selber aussuchen.
Innerlich hoffe und wünsche ich mir jedoch, dass die wirklich wertvolle Literatur im Wandel der Zeiten nicht untergeht und langsam aus unseren Köpfen verschwindet.
Wie schmerzte mir das Herz, sähe ich Werther im Drogenentzug und sein Lottchen unter Neuroleptika in der Geschlossenen.
Heutzutage ist doch alles ein kleines bisschen anders.